Gestern, beim Bügeln (ja Ladys, i c h bügele bei uns und n e i n, ich bin nicht mehr zu haben), habe ich mich, quasi nebenbei, vom für diese Tageszeit (ca. 12:30 Uhr) üblichen Fernsehprogramm berieseln lassen. Es ging um ein völlig unbekanntes Mädchen und um seine “Leidensgeschichte”: Eine Nasen-OP um endlich ein Shooting bei einer Model-Agentur zu bekommen. Schmerzen hatte die Dame erlitten und einen ach so schweren Gang hinter sich gebracht, doch nun war sie endlich in einer Kartei.
Vorgestern habe ich beim Organspende Dialog 2008, darüber diksutiert, dass die Medien zu wenig über das Thema Organspende berichten und auch deshalb jeden Tag drei Mitbürger sterben, weil kein Organ für sie verfügbar ist. Angesichts der 12.000 lebensbedrohlich erkrankten Menschen auf der Warteliste, hält sich mein Mitleid für diese Dame in Grenzen.
Es ist Zeit für einen Wertewandel, durch die Medien ausgelöst. Solange wir solch ergreifende Berichte vorgesetzt bekommen, solange werden wir uns eher für Schöheits-OPs von dritt- und viertklassigen Promis interessieren, als für gesellschaftlich relevante Themen! Medien, tut was!

