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    Das Leben ist ein Bumerang: man bekommt zurück, was man gibt...
    Carnagey Dale (1888-1955)
    31.05.08
    Angewandte Physik

    Wie der Himmel so funktioniert durfte ich auf dem Flug von Frankfurt nach Hamburg erleben. Schon beim Start war klar, es würde holprig werden. Ein fast schwarzer Himmel empfing den Airbus auf dem Weg in den Norden. Es rüttelte und schüttelte und es war ein ziemlich ruppiger Flug. Keine Stewardess war zu sehen, keine Ansage vom Piloten zu hören. Dann, nach etwa 10 Minuten, ein zufälliger Blick aus dem Fenster: ein Blauer Streifen rast auf das Flugzeug zu, gleißendes Licht, ein lauter Knall und ein Wahnsinniger Ozongeruch im Flugzeug, gefolgt von einigem “Ahhhhh” und “Ohhhh” der Passagiere. Ein Blitz hatte uns erwischt. Nochmal 10 Minuten später entschuldigt sich der Pilot für sein spätes Melden und dafür, dass die Flugzeit nicht mehr für den Service reicht. Er wollte erst auf dem Unwetter fliegen, bevor er seine Ansage macht. Der Blitzeinschlag wurde bestätigt, erklärt und als folgenlos bestätigt.. Dann, blauer Himmerl, Sonne und ein ruhiger Restflug. Wie soetwas aussieht, habe ich bei Youtube aufgetan.

    29.02.08
    Flughafengeschichten V2.0….

    Spätestens seit Filmen wie “Angriff der Killertomaten” und “Grüne Tomaten”, oder seit Ketchup Light wissen wir, an Tomaten ist mehr dran als der Schein vermuten lässt. Das gilt jedoch nicht für Tomatensaft! Hektoliterweise setzt das Zeug in Deutschlands Supermärkten staub an. Niemand verabredet sich mit Freunden auf ein Glässchen Tomatensaft (selbst die Bloody Mary ist out) oder bestellt einen Latte Tomato. Sobald Mensch jedoch ein Flugzeug betritt, ändert sich dies radikal. Als verspräche der Genuß von Tomatensaft eine besondere Leichtigkeit des (Fluggast-) Seins, wird geordert, dass man fürchten muss, der gesamte Tomatensaftkonsum des Landes würde sich auf diesen Flug konzentrieren. Andächtig, ich bin geneigt zu sagen erfürchtig, wird ein Tütchen Pfeffer und ein Tütchen Salz in das Glas Ketchup gerührt. Anschließend wird bis zum Ende des Fluges daran genippt (was erahnen lässt, dass so mancher Gast inzwischen seine scheinbare Zwangshandlung bereut). Was ist das für eine Sache, mit den ausgequetschten Tomaten und dem Fliegen? Muß sich die heutige Gesellschaft damit abfinden, das der Name “Roter Baron” nicht ehrfurchtsvoll einen Kampfpiloten mit rotem Flugzeug, sondern einen Tomatensafttrinkenden Flieger der Aristokratenkaste meint? Ist der “Fliegende Holländer” eine Tomatensorte? Gibt es ein unentdecktes Gen, das Tomaten in goßer Höhe (in etwa Stratosphäre) zu wertvollen Glückshormonen oder drogenartigen Substanzen umwandelt? Ein Selbsversuch brachte keinen neuen Erkennntisse, außer dass ich auch künftig das entsprechende Supermarktregal meiden werde. Aber Freunde, nicht Red Bull verleiht Flügel, sondern Flügel verleihen Tomatensaft!
    Wer mehr wissen will und dieser “Frage ohne Antwort” auf den Grund gehen möchte, der lese hier!
    ;-)

    29.02.08
    Flughafengeschichten…

    Heute durfte ich, anlässlich einer Dienstreise, Zeuge der Geburt einer neuen Maßeinheit werden: der Lufthansaminute (kurz: LM). Eine LM beträgt in etwa 6 Minuten und fühlt sich an wie eine viertel Stunde. Heute 08:10 sollte mein Flieger nach Frankfurt abheben. Da hieß dann, es gäbe eine kleine Verzögerung. Um 08:30 (also ca. 3,5 LMs später), wurde durchgesagt es gäbe gefrierenden Nebel und man wisse noch nicht ob der Flug überhaupt pünktlich gehe, oder erst gegen 10:30 (was bedeutet hätte, alle Termine futsch), näheres in 5 Minuten (also LMs). 45 Minuten später (Achtung, das sind fast 8 LMs statt 5), wurde gesagt es geht los. Alles hechtet an Bord. 2 LMs lang passiert erstmal garnichts, dann die Durchsage, es würde ein Startfenster geben (in 5 LMs), welches man dann nutzen könne. Weitere 3 LMs später (immer noch in Parkposition, Telefonieren trotzdem verboten) heißt es, man müsse noch das Gepäck von Gästen die (das Prinzip der Lufthansaminuten nicht verstanden und daher) aufgegeben hatten aussortieren, Dauer: etwa 5 Minuten (ihr wisst was gemeint ist). Aufgabe für euch: als ich dann um 11:30 das Flughafengebäude in Frankfurt verließ, hatte ich wieviele LMs und wieviele echte Minuten Verspätung?

    Die Lufthansaminute ist übrigends nicht zu verwechseln mit der BVS (Bahnviertelstunde). “Dieser Zug verspätet sich um 15 Minuten” berechnet sich nämlich wie folgt: 15 Echtzeitminuten² + (1 Echtzeitminute x Erntfernugskilometer)……